Altmark Bunnys
Liebevolle Hobbyzucht in der Altmark

Infos zur Ernährung

Die Ernährung ist das „A – und O“ bei einer artgerechten Haltung.


Am besten wenn nach dem „ad libitum“-Prinzip gefüttert wird, d.h. die freie Aufnahme einer beliebigen Menge Futter.

Das Kaninchen kann wählen was und wie viel es frisst.

 

 

Es muss täglich reichlich frisches Heu und Wasser (aus Näpfen) zur Verfügung stehen. Zusätzlich Strukturfutter, frisches Gemüse, Äste, Blätter, Wiesenschnitt mit versch. Wiesenpflanzen/Heilkräuter, Kräuter und das was sie so im Garten finden.

 

 

Unsere Fütterung als Beispiel:

Morgens: frisches Heu in großen Mengen + frisches Wasser Wiesenkräutermischung von Grünhopper (Tagesration) + frisches Grünfutter (Wiese)

 

 

Mittags: frisches Gemüse + frisches Grünfutter (Wiese)

 

Abends: frisches Grünfutter (Wiese) + Nösenberger-Natur-Strukturmüsli + etwas getrocknetes Gemüse im Winter

 

Zusätzlich Äste und Blätter.

 

                 ---Wichtig!!!!---
Es darf niiieee der Futternapf leer sein, da das Kaninchen bis zu 80 Mahlzeiten in 24 Std. zu sich nimmt. 

Desweiteren hier noch eine eher unbekannte Info:

Kaninchen sollten möglichst KEIN getrocknetes Brot bekommen !
In diesem sind nämlich viele Salze,Konservierungsstoffe oder auch andere chemische Aromastoffe enthalten , welche nicht in einen Kaninchenmagen gehören.
Auch der hohe Getreideanteil kann zu Erkrankungen der Darmflora führen (bsp Kokzidien)

                               
Weitere Fütterungs-Regeln:
- Nicht 1x am Tag Grünfutter reichen, sonder min. 2x kleine Portionen.

- Min. 5 verschiedene Gemüsesorten täglich füttern (um Mangelerscheinungen zu vermeiden - vor allem im Winter)

- Grünfutter immer waschen, aber nicht feucht verfüttern!
- Haben Sie einen Garten? Dann reservieren Sie doch einen Fleck mit Naturwiese (verschiedene Gräser, Wiesenkräuter, Wildblumen ...)

- Heu im frisch geernteten Zustand nicht füttern, weil es Koliken verursacht.
- frisch gemähtes Gras aus dem Rasenmäher ist TABU
(Das meist zu kurz gemähte Gras gärt schneller und fängt an zu faulen. Bereits 2 Stunden danach. Rasenmäherklingen werden geölt - dieses Öl kommt auch aufs Gras.)
- getrocknete Kräuter enthalten 8x so viel Kalzium wie frische / sollten als Zusatz in Maßen gefütternt werden / kann allerdings in großen Mengen Blasenschlamm hervorrufen

Vorsicht beim Sammeln:
Wiesen mit einer hohen Schnecken- und Ameisendichte nicht pflücken, hier finden sich oft Leberegel!

Sammelplätze für "Stadtmenschen"
* Spielplätze (keine Hunde)
* Gras auf dem Balkon in Kübeln anpflanzen

Heu selbst trocknen
* gut gelüfteter Dachboden oder Abstellkammer
* im Jutesack oder Leinenbettbezug
* 3 Monate zur Trocknung, danach erst verfüttern

Gemüse
Bei Gruppen ist es sinnvoll das Gemüse in kleine Stücke zu zerteilen, um Futterneid und Futterstreitigkeiten vorzubeugen.

Zusätze
Keine Mineralsteine oder Tropfen erforderlich. Kalksteine können zu Harnsteinbildung und Organverkalkung führen.


Grünfutter

Heilkräuter:
Ringelblume (Calendula) – Kamille – Wiesensalbei – Schafgarbe – Brunnenkresse – Wiesenkümmel – Echinacea (Sonnenhut)

 
Wildpflanzen:
Alle Gräser – Löwenzahn (Blätter + Blüte) – Ackerwinde – Spitz- + Breitwegerich – Huflattich – Melde – Gänsefuß – Vogelmiere – Wicke – Weißklee – Luzerne (geringe Menge und nur frisch) – Walderdbeere – Gänseblümchen – Beinwell (nur trocken) – Gemeiner Beifuß – Hasenscharte – junge Brennesseln (nur trocken oder angewelkt) – Bärenklau (nur junge Blätter) - Kornblumenblüten – Sauerampferkraut – Kohldistel – Ackerminze – grüne Getreidehalme (nur einzelne auf Wiesen pflücken, die sind ungedüngt) – Gemüse-Gänsedistel – Wiesen-Sauerampfer – Kleine Wiesenknopf - Wiesensalbei

Gewürzkräuter:
Dill – Kerbel – Liebstöckel – Petersilie – Basilikum – Senfblätter – Salbei – Wermut – Kümmel – Borretsch – Bohnenkraut – Majoran – Estragon – Gartenkresse – Koriander – Pfefferminze – Schnittlauch – Thymian – Waldmeister – Melisse – Zitronenmelisse – Gartenmelde – Golliwoog – Oregano – Rosmarin

Gemüse:
Karotte mit Grün – Fenchel – Staudensellerie – Knollensellerie – Brokkoli – Pastinake – Steckrübe – Speisekürbis – Tompiambur (Kraut und Knolle) – Salate (Eisberg und Endivien) - Feldsalat – Chicorèe – Sonnenblume – Blattspinat – Ruccula (hoher Nitratwert) – Mangold – Petersilienwurzel
Kleine Mengen à Kohlrabi mit Blätter – Radieschenblätter – Wirsing
 
 
Obst:
Apfel (Kerngehäuse ist giftig) – Birne – Erdbeere mit Grün – Himbeere – Banane (Dickmacher) – Brombeere – Wassermelone – Weintraube (selten + ohne Kerne) – Hagebutten (ohne Nüsschen) – Kiwi – Ananas –Mandarinen/Orange (selten)

Knabberkost(Zweige/Knospen/Blätter):
 
Reichlich à Haselnuss – Kernobst – Heidelbeerbusch – Johannisbeerbusch – Hainbuche – Himbeerbusch – Brombeerstrauch – Esche – Fichte – Tanne – Wacholder – Maulbeerblätter - Kiefer
Kleine Mengen -->Ahorn – Birke – Erle – Linde – Pappel – Weide

Nicht füttern:
Zweige von Steinobstsorten – Eiche – Kastanie – Rotbuche – Eibe – Thuja – Zwiebelgewächse – Porree – Hülsenfrüchte – Aubergine – Avocado – Rhabarber – Kartoffeln – Kraut – Tomaten – Tomatenblätter – rohe Bohnen – Gurke - Kohl - Radieschen – Getreide – Mais – Nüsse – Zucker – Knabberstangen und Co – Rotklee – Kopfsalat – rote Beete – Zucchini - Trockenfutter - Pellets

->Achtung GIFTIG
Agave, Aloe Vera (unbehandelt), Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Aronstab, Azalee, Berglorbeer, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Blauregen, Bocksdorn, Bohnen, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrose, Christusdorn, Efeu, Eibengewächse, Einblatt, Eisenhut, Essigbaum, Farne, Fensterblatt, Fingerhut, Gartenwicken, Geranien, Ginster, Goldregen, Gundermann, Hahnenfuss, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Holunder, Hundspetersilie, Hyazinthe, Ilex, Jakobsgreiskraut, Kalla, Kartoffelkraut, Kirschlorbeer, Lebensbaum, Liguster, Lilien, Lonicera, Lupine, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, Oleander, Osterglocke, Primel, Rebendolde, Riesenbärenklau, Robinie, Sadebaum, Sauerklee, Schachtelhalm (Ackerschachtelhalm, Sumpfschachtelhalm), Schierling, Schneebeere, Schneeglöckchen, Schöllkraut, Seidelbast, Sommerflieder, Stechapfel, Tollkirsche, Wacholder, Wolfsmilchgewächse (alle), Wunderstrauch, Zypressenwolfsmilch.


Auch diese Infoseite stammt von Jeanette W.

http://von-der-kraeuterwiese.de.tl/