Altmark Bunnys
Liebevolle Hobbyzucht in der Altmark

Impfen - notwendig?

Auf dieser Seite werde ich euch meinen persönlichen Standpunkt zum 'immer aktuellen Thema' IMPFEN erläutern und erklären.
Viele stellen sich die Frage nach der Nötigkeit der Myxo-,RHD- und Schnupfenimpfung gar nicht, sondern meinen dass sie es machen müssten....da es ja alle machen.

Dass so eine Impfung allerdings auch Nebenwirkungen verursachen kann und oft (bsp. RHD) auch ethisch fragwürdig ist wissen viele gar nicht !

Deswegen hier mal ein paar Erläuterungen zu diesem Thema, in der Hoffnung das sich viele Kaninchenhalter ihre eigene Meinung zum Impfen ihrer Hasis machen bzw. sich mehr über die ''wahre Gesundheit'' informieren.


Impfempfehlungen
[ Quelle:
kaninchendorf.dreipage2.de/link_97625349.html
Nur gesunde Kaninchen impfen! Wann & mit was sollte ich impfen? Ist eine Impfung nötig?
Damit das Kaninchen den Impfstoff besser verträgt und möglichst wenig Impffolgen bekommt, sollten die Kaninchen in den Tagen vor der Impfung genau beobachtet werden. Zudem ist es sinnvoll eine gründliche Allgemeinuntersuchung (Fellzustand, Parasiten, Temperatur, Augen, Zähne, Verhalten…) und eine Kotprobe vor jeder Impfung zu veranlassen. Chronisch kranke Kaninchen (nasse Schnupfer, geschwächte, kranke und altersschwache Kaninchen) empfehlen wir, wie auch auf den Packungsbeilagen empfohlen, von der Impfung auszuschließen. Gleiches gilt für Kaninchen die bei einer vorherigen Impfung extrem reagiert haben, so dass sie in einen gesundheitlich kritischen Zustand kamen (Allergien auf Zusatzstoffe können dafür eine Ursache sein). Wir empfehlenden den Impfstoff NOBIVAC Myxo-RHD zu verwenden. Er wird ab der 5. Lebenswoche einmalig im Frühjahr gespritzt und schützt das Kaninchen vor RHD und Myxomatose ohne eine Nachimpfung, erst im nächsten Frühjahr ist die erneute Impfung nötig. Wurden die (älteren) Kaninchen bisher gar nicht, nur gegen RHD oder gegen Myxomatose und RHD geimpft, kann er im nächsten Frühjahr einfach den vorherigen Impfstoff ersetzen. Wurde das Kaninchen nur gegen Myxomatose geimpft,  impft man sie am besten erst gegen RHD mit einem Einzelimpfstoff und 3-4 Wochen später mit Nobivac Myxo-RHD. 
Der Impfstoff hat den Vorteil gegenüber anderen Impfstoffen, dass er nur 1x im Jahr verabreicht werden muss und nicht aus künstl. infizierten Kaninchen gewonnen wird (Tierschutz-Aspekt).

In Risikogebieten sollten gesunde, in Außenhaltung lebende Kaninchen auf jeden Fall gegen RHD geimpft werden. 
Alle anderen Fälle (Innenhaltung, kranke Kaninchen in Risikogebieten, Kaninchen die auf den Impfstoff reagieren, Schnupfer usw.) sollten individuell mit dem Tierarzt abgesprochen und auf diesem Weg Vor- und Nachteile abgewogen werden. 
Der Nutzen der Schnupfenimpfung ist für Liebhaberkaninchen nicht gegeben, daher ist diese Impfung abzulehnen. Die Myxomatose-Impfung ist in ihrem Nutzen umstritten, verzichtet man auf sie, muss man allerdings auf einen RHD-Einzelimpfstoff ausweichen für den ein anderes Kaninchen leiden und sterben musste, was ethisch fragwürdig ist.



Gegen welche Krankheiten können Kaninchen geimpft werden?
 

- Kaninchenpest (Myxomatose)

 

Übertragung: -direkter Kontakt zu kranken Tieren oder indirekt durch Stechmücken...
Symptome: Gerötete, weiche Schwellungen (Myxome) an Augenlidern, Lippen, der Nase, den Genitalien usw., Augenausfluss, Atembeschwerden, Abmagerung, Nahrungsverweigerung, Schluckbeschwerden, schlechter Allgemeinzustand und schließlich der Tod. Desweiteren sind versch. mildere Verlaufsformen bekannt mit weniger auffälligen Symptomen wie Unfruchtbarkeit, Flecken etc.

 

Hinweis: Die Schutzimpfungen bieten keinen Schutz vor Myxomatose (wie oft fälschlich angenommen!) sondern mildern im Falle einer Infizierung laut Impfstoffherstellern lediglich den Krankheitsverlauf ab. Egal ob geimpft oder ungeimpft erkranken Kaninchen an der Myxomatose bei Kontakt mit dieser. Geimpfte Kaninchen haben im Schnitt allerdings einen milderen Krankheitsverlauf und somit bei entsprechender Behandlung eine größere Überlebenschance. Einige Menschen fordern, Kaninchen die an Myxomatose erkranken grundsätzlich einzuschläfern, da es sich um eine schwere Erkrankung handelt und auch bei milderen Verlauf und guter Behandlung das Tier gequält wird, allerdings gibt es auch in seltenen Fällen extrem milde Verläufe die das Kaninchen bei entsprechender Therapie gut übersteht und nicht quält. Wichtig ist auch zu wissen, dass erkrankte Tiere nach der Genesung weiterhin das Virus ausscheiden, also zu seiner Verbreitung beitragen und auch andere Kaninchen gefährden, sie sollten nur mit ebenfalls infizierten Tieren zusammen leben. Entscheidet man sich für die Einschläferung wenn ein Tier Myxomatose bekommt, wäre die Impfung überflüssig, nur wenn man in diesem Fall kämpfen möchte ist sie sinvoll, da der Krankheitsverlauf dann milder sein kann (= höhere Überlebenschance).


- Chinaseuche (RHD; Rabbit Haemorrhagic Disease)

 

Übertragung: -direkter Kontakt zu kranken Tieren oder indirekt durch Stechmücken...  

Symptome: plötzlicher Tod, Tiere werden oft mit überstreckten Kopf (in den Nacken geworfen) und blutiger Nase vorgefunden. Seuchenhaftes Massensterben. Organschäden, innere Blutungen, Atemnot, Erstickungsanfälle

   

Hinweis:

Zur Herstellung der meisten Impfstoffe (mit Ausnahme des Impfstoffes NOBIVAC Myxo-RHD) werden gesunde Kaninchen künstlich infiziert und anschließend der Impfstoff aus der Leber gewonnen. Dabei wird für etwa 30.000 Impfdosen ein Kaninchen infiziert und getötet. Aus Tierschutzsicht ist dies sehr kritisch zu beurteilen. Letztendlich quält und tötet man andere Kaninchen um die eigenen zu schützen was dazu führt, dass man das Leben des eigenen Kaninchens über das von anderen Kaninchen stellt. Deshalb sollte man nach Möglichkeit auf den Impfstoff NOBIVAC Myxo-RHD ausweichen, er schützt vor RHD ohne das andere Kaninchen getötet und gequält werden.


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Impffolgen – Unerwünschte Wirkungen der Impfstoffe

Nebenwirkungen von Myxomatose-Impfstoffen

- Schwächung des Immunsystems (Kann zu erhöhten Krankheitsrisiko führen)

- Impfknoten an der Einstichstelle

- Impfmyxomatose (teilweise tödlich wenn die Kaninchen z.B. durch (latente) Pasteurellen oder Kokzidien geschwächt waren)

- Ausbruch von Pasteurellen nach Myxomatose-Impfung bei latenten Vorhandensein

- Mangelnde Wirksamkeit

- Ungeklärte Todesfälle

Nebenwirkungen von RHD-Impfstoffen

- Impfknoten an der Impfstelle

- Hauterkrankungen, Haarausfall an der Einstichstelle, Schwellungen, Geschwüre

- Ungeklärte Todesfälle

 

Nebenwirkungen vom Schnupfen-Impfstoff

- Impfknoten an der Einstichstelle

- Ausbruch von Pasteurella multocida und/oder Bordetella bronchiseptica (Schnupfen-Symptome) bei zuvor augenscheinlich
  gesunden Kaninchen


Warum hat mein geimpftes Kaninchen trotzdem die Erkrankung bekommen?


Dafür gibt es mehrere Gründe. 


Eine Infizierung durch die Impfung


Lebendimpfstoffe (Schnupfen und Myxomatose) sind abgeschwächte Erreger, die dem Kaninchen infiziert werden. Diese werden vom spezifischen Abwehrsystem bekämpft und dadurch merkt sich das Immunsystem den Erreger falls der echte Erreger mit dem Kaninchen in Kontakt kommt, denn dann kann es schneller reagieren.Das Immunsystem schafft nicht, gegen den abgeschwächten Erreger anzukommen, er besiegt das Immunsystem und breitet sich aus. Die Folge ist eine Erkrankung.

Die Abschwächung der Erreger für die Lebendimpfung ist auch fehlerhaft, teilweise sind die Erreger zu stark abgeschwächt, so dass nachher keine Wirkung erreicht wird und teilweise sind sie zu wenig abgeschwächt, so dass das Tier an der Erkrankung erkrankt. 


 



  Hier mal noch der Link zur aktuellen Verbreitung von RHD/Myxo in Deutschland :


www.idt-biologika.de/index.php